User Tools

Site Tools


doc:howto:packet.scheduler:sch_red

Differences

This shows you the differences between two versions of the page.

Link to this comparison view

doc:howto:packet.scheduler:sch_red [2012/01/24 09:51]
orca created German content, tbt
doc:howto:packet.scheduler:sch_red [2012/11/22 19:58] (current)
uvray313
Line 3: Line 3:
   * [[man>​tc-red]]   * [[man>​tc-red]]
   * https://​forum.openwrt.org/​viewtopic.php?​pid=11315#​p11315   * https://​forum.openwrt.org/​viewtopic.php?​pid=11315#​p11315
- 
- 
-Active Queue Management (AQM) 
-Bisher haben wir Sender- und Empfängerseite ​ 
-einer ECN-Verbindung besprochen. Aber auch  
-die Netzknoten dazwischen müssen mitspielen ​ 
-und ECN erkennen können. Dafür wird in der  
-Regel eine RED-Warteschlange verwendet. ​ 
-Random Early Detection (RED) ist ein Active ​ 
-Queue Management - Verfahren. Neben der  
-ECN-Problematik soll die RED-Warteschlange ​ 
-auch noch das Problem der Mehrfachverluste ​ 
-und das Global Synchronization Problem lösen ​ 
-(s.o.). Inzwischen hat sich herausgestellt,​ daß  
-RED noch nicht die ultimative Lösung ist, aber  
-RED ist ein Schritt in die richtige Richtung und  
-inzwischen in vielen Routern implementiert. Es  
-ist auf jeden Fall eine gute Idee, dieses Ver- 
-fahren im Router zu aktivieren. 
-In einer RED-Warteschlange werden zwei  
-Schwellen, die untere und die obere definiert. ​ 
-Ist der durchschnittliche Füllstand der Warte- 
-schlange unterhalb der unteren Schwelle, ​ 
-werde alle Pakete unverändert durchgelassen. ​ 
-Ist der durchschnittliche Füllstand oberhalb der  
-oberen Schwelle, werden alle Pakete markiert ​ 
-bzw. verworfen (manche Implementierungen ​ 
-verwerfen in diesem Fall immer, auch wenn  
-ECN verwendet wird). Der interessante Bereich ​ 
-ist dazwischen: befindet sich der durchschnittli- 
-che Füllstand der Warteschlange zwischen den  
-beiden Schwellen, so werden die Pakete mit  
-einer gewissen Wahrscheinlichkeit markiert ​ 
-bzw. verworfen. Diese Wahrscheinlichkeit ​ 
-steigt dabei in erster Linie linear in Richtung zur  
-oberen Schwelle an (siehe Bild 3). Die Mark- 
-ierungswahrscheinlichkeit ist an der unteren ​ 
-Schwelle also Null, an der oberen Schwelle ​ 
-maximal (ein einstellbarer Wert). Allerdings ist  
-das Gesagte nicht ganz richtig, denn in einem  
-zweiten Schritt wird die Wahrscheinlichkeit ​ 
-modifiziert,​ damit der Abstand zwischen zwei  
-markierten/​verworfenen Paketen möglichst ​ 
-gleich bleibt und so die Congestion Signals auf  
-möglichst viele Verbindungen durch den  
-Router verteilt werden. 
-Die Vorteile von RED sind offensichtlich:​ bereits ​ 
-bevor es zu einer so starken Überlast kommt, ​ 
-so daß der Speicherplatz in der Warteschlange ​ 
-nicht mehr ausreicht, werden Überlast-Signale ​ 
-generiert, die die Sender veranlassen,​ die Raten  
-zu reduzieren. Auf diese Art und Weise kann  
-man auch relativ große Warteschlangen in den  
-Routern verwenden, ohne daß diese fast im mer  
-voll sind. Denn eine volle Warteschlange ​ 
-bedeutet natürlich auch eine entsprechend ​ 
-große Verzögerung für die einzelnen Pakete. ​ 
-Gerade für zeitkritische Anwendungen wie bei- 
-spielsweise die Internet-Telefonie sind Verzögerungen nachteilig. 
doc/howto/packet.scheduler/sch_red.txt · Last modified: 2012/11/22 19:58 by uvray313